Oulanka-Nationalpark (bereits Lappland): 23.06. - 26.06.12
Über die Via Karelia gehts weiter nach Norden. Dass wir in Lappland sind, bemerken wir vor allem daran, dass allerortens Rentiere rumstehen, rumlaufen, essen, schauen, etc... Anfangs waren wir ja noch ganz begeistert, dass wir ein paar Rentiere sehen durften. Aber nach dem 10. Rentier innerhalb einer Stunde wirds dann fad. Das sind quasi die Kühe Lapplands. Aufpassen muss man wg. den Viechern dann auch noch, denn pro Tag gibts 8 Rentier-Auto-Unfälle... Da die Rentiere nicht besonders schreckhaft sind und einfach auf der Straße weitermarschieren, muss man (bzw. der Fähnrich) schon aufpassen, dass man nicht Teil der Statistik wird.
Via Karelia: Ohne und mit Rentieren
Damit unser Kanu nicht die Trockenfäule bekommt, starten wir am 24.06.12 zunächst eine Kanutour auf dem Oulankajoki und paddeln bis vor die russische Grenze. Die Kommanderin steuert das Kanu natürlich selbst. Bären und Elche sehen wir auch hier nicht, aber natürlich Rentiere...
Um unserem bisher recht mäßigem Angelglück auf die Sprünge zu helfen, gehen wir am nächsten Tag bei Finnlands größtem Blinkerhersteller in den Fabrikverkauf bei Kuusamo. Ganz schön teuer das bisschen Metallzeug. Also ab jetzt müssen uns die Fische nur so an den Haken springen. Schließlich sind wir bald in Norwegen und dort müssen wir aufgrund der hohen Preise auf Selbstversorgung umsteigen. Auch deswegen starten wir heute nochmal einen Großeinkauf in Finnlands nördlichst gelegenem LIDL. Spare, spare, spare, usw.

Aber natürlich shoppen wir nicht nur, wir latschen auch noch ein bisschen auf dem Kleinen Bärenpfad herum. Gesehen haben wir aber natürlich nur Rentiere.
Blinkerhersteller Blinkernutzer
Hier fliesst der Kitkajoki in den Jyrävänjärvi
Auch bei dieser Wanderung blieben wir von einer Bär- oder Elchsichtung verschont. Da wir von unserer Elchsichtung in Estland keine Fotos machen konnten, haben wir nun exklusiv für Euch diese Szene realitätsnah nachgestellt, damit auch ihr daheim vor den Bildschirmen euch eine Vorstellung von diesen seltenen und mysteriösen Tieren machen könnt.
Und Action!!
Elli Elch gibt alles.
Aber das heißt natürlich nicht, dass wir aufgeben! Also, wieder ab in den Wald, diesmal zum Oulanka-Canyon. Hier MUSS es doch Elche geben!!!!
Also jetzt reichts!!! Eigentlich wollen wir ja gar keine Elche sehen, die sind voll blöd. Wir spezialisieren uns jetzt auf Rentiere. Und da wir Rentiere ganz toll finden, überqueren wir gleich gemeinsam mit einem Rentier am 26.06.2012 den Polarkreis:
Und weil der Vormittag schon so aufregend war machen wir heute wirklich mal Pause. Bereits am frühen Nachmittag beziehen wir Quartier am Kemijärvi. Wir sind noch etwas am Zweifeln, ob wir wirklich auf den Camping gehen sollen und so ne sauteure Angellizenz für 5 Euro erwerben sollen. Aber scheinbar ist die Campingplatzbesitzerin auch die Fischerin vom Kemijärvi und schwärmt in den höchsten Tönen von den reichen Lachs- und Barschgründen. Ok, überredet.
Während der Fähnrich sich mit dem Kanu auf den stürmischen See hinauswagt, um einen oder vielleicht gar zwei der dort zuhauf rumwuselnden Fische mit unserem nagelneuen Equipment zu angeln, macht es sich die Kommanderin daheim mit ihrem Laptop gemütlich und angelt mit Hilfe des Internetzes (haha) ein leckeres Fischrezept, damit der Fähnrich sich später leichter tut mit dem Kochen.
Und tatsächlich, der Fähnrich fängt einen richtigen Fisch!!! Mit einem Worm!
Noch besser, Fähnrich!! Und dazu gabs noch für jeden 7 Bratwürstl und schon wars ne ganze Mahlzeit!
Gut gemacht, Fähnrich
Aber wie soll es nun weiter gehen, so ganz ohne Mission? Der Fisch ist gefangen, Elche und Bären haben wir abgeschrieben und Rentiere sind keine wirkliche Herausforderung...

Vielleicht Goldwaschen in Lappland? Oder Lachssuppe essen? Oder auf dem gigantisch hohen Kaunispää (438m) übernachten und sich über den Polartag wundern ?

Das alles und noch viel mehr erfahrt ihr, wenn ihr weiterklickt auf Polartage wie diese...