Die Nationalparks Dovrefjell und Jotunheimen: 13.07.12 - 15.07.12
Nachdem wir aus sicherer Quelle erfahren haben, dass es im Nationalpark Dovrefjell freilebende Moschusrinder geben soll, haben wir natürlich spontan beschlossen, diese in freier Wildbahn eigenfüssig zu erpirschen.
Zahlreiche Zettelchen und Schilderchen in der Gegend weisen uns wiederholt darauf hin, dass mit den Viechern nicht zu spaßen ist. Keinesfalls sollte man sich ihnen mehr als 200m annähern und wenn man etwas überraschend auftaucht, dann ist es wohl schon passiert, dass man von so einem Rindvieh (eigentlich falsch, eher mit Schafen verwandt) über den Haufen gerannt wird. Wir machen uns da wenig Sorgen: Die Wahrscheinlichkeit, dass man überhaupt eines sieht ist ja gering und so wandern wir sorglos daraufhin.
Achtung!!!! Viel Platz für Mensch UND Moschus
Jeder pirscht auf seine Weise...
Ups, da sind ja doch ein paar...aber so weit weg... das schauen wir uns doch gleich noch ein bisschen näher an. Also pirschen wir von der Seite rauf auf den Hügel und kommen ganz ganz langsam, immer in Erwartung eines wütenden Moschusrindes hinter jeder Ecke, näher an die Herde heran.... Und siehe da, wir bekommen die Viecherl doch tatsächlich noch etwas deutlicher zu sehen. Der Großteil der Herde macht grad ein Nickerchen und macht sich (zum Glück) nichts aus uns.
Kleine, friedliche Herde Damit's nicht zu aufregend wird, zwischendurch ein Landschaftsbild
Mei, des war ja wieder SUPER von UNS, wie toll wir die Moschusrinder erpirscht haben. So motiviert machen wir uns dann gleich auf zum nächsten Nationalpark, nämlich dem NP Jotunheimen. Dort gibts zwar keine spektakulären Tierchen, aber den höchsten Wasserfall Norwegens, den höchsten Pass Norwegens (glaub ich) und natürlich den höchsten Berg, den Galdhoppingen, mit 2469m. Da will der Fähnrich natürlich rauf. Die Kommanderin überlegt noch...
Zunächst aber übernachten wir noch an einem der sehr praktischen Stellplätze mit ausgezeichneten sanitären Anlagen direkt am Fluss (und das für nix!) und am nächsten Tag fahren wir dann die Mautstraße nach Spiterstulen rauf, dem Ausgangspunkt für die Tour zum Galdhoppingen. Hier herrscht ein ziemliches Gewusel, kein Wunder, ist der Galdhoppingen ja quasi die Zugspitze der Norweger. Aber da keine Bahn raufgeht, latschen da alle tapfer zu Fuss rauf, , fast 1500 Höhenmeter, immerhin.

Die Kommanderin hat sich für einen gemütlichen Sonntag entschieden und entsendet den Fähnrich allein auf die Mission.

Aus dem Logbuch des Fähnrich Frank:
Oh, die faule Kommanderin. Lächerliche 1500 Höhenmeter wären zuviel Stress, meint sie. Lächerlich. Und früh aufstehen auch. Ja was soll mann dazu sagen!!! Aufgrund des sehr späten Tourstartes um 8:30 muss ich mich daher sehr sputen, der Parkplatz ist total überfüllt, und ich will ja einen einigermaßen entspannten Gipfelblick ohne die Menschenmassen erleben. Also zack, zack, rauf auf den Berg. Ja und was??? Keine Sau dort oben!! Ja wo sind die denn alle, pennen die noch? Anscheinend ja, denn als ich dann zack, zack den Berg wieder runterlaufe kommt mir eine Karawane nach der anderen entgegen. Und ständig werde ich gefragt ob es noch weit wäre, ob dort oben Nebel ist, etc.... naja, die Fragen kenne ich ja irgendwoher von irgendwem...Und als ich dann völlig erschöpft am Auto wieder ankomme, hat die Kommanderin grad mal so ihr zweites Morgennickerchen beendet... Oh mei....Ende Logbuch
Der etwas vernebelte Gipfel des Galdhoppingen... da hat die Kommanderin wohl nichts verpasst
Blick auf einen Gletscher
Und weil der Fähnrich so schnell unterwegs war und die Kommanderin so herrlich ausgeruht ist, können wir uns am Nachmittag schon die ersten Stabkirchen reinziehen:
Stabkirche in Lom
Stabkirche in, ähhh, im Nachbardorf halt.
Im äusserst schönen Otterdalen übernachten wir dann nochmal (natürlich wieder am Fluss) und machen noch eine fantastische Wanderung rund um die beiden Flüsse Foysa und Tora, die hier wirklich ihr Bestes geben.
Stellplatz am Pollfoss Auch hier gibts Almen
Die Tora
Wasserfall der Foysa
De Stoanane an der Foysa
(sucht die Kommanderin!!)
Auch Trolle gibts hier...
Wasserfall der Tora
Wasserfall nach Zusammenfluss von Foysa und Tora
Aber der Tag ist noch jung eine Wanderung ist nicht genug, also gehts weiter zur Panoramastraße vom Strynefjellet:
Haus mit hier typischem Grasdach
Noch ganz schön viel Schnee hier oben. Der Skibetrieb läuft...
Die Seen sind vereist... Hey Norwegen, es ist Juli!!!!
Schon besser!
Und natürlich die unvermeidlichen Wasserfälle. Ist fast schon ne Plage hier.
Nun widmen wir uns den Klassikern in Südnorwegen: Geiranger- Sognefjord warten darauf, von uns entdeckt zu werden.