Zakopane (Hohe Tatra): 20.04. - 23.04.2012
20.04.2012: Zakopane: Die hässlichste Stadt Polens?

Bereits um 13.00 Uhr sind wir in Zakopane, dem Hauptort in der Hohen Tatra, angelangt. Der Campingplatz ist so lala, aber dafür gleich am Ortsrand gelegen.

Wir sind voller Tatendrang und brechen gleich zu einer ersten Erkundungs-Radlrunde durch Zakopane auf. Bald sind wir etwas ernüchtert... das soll DER polnische Ferienort sein? So richtig schön ist es hier jedenfalls nicht.
Die Polen beschäftigen sich scheinbar gern mit dem Verbrennen von irgendwelchem Zeug, bevorzugt feuchtes Blattwerk, jedenfalls hängt ständig eine Rauchwolke über der Stadt.

Der Kommanderin bleibt jedenfalls bald die Luft weg, etwas schwül ist es auch noch, so dass das Gejammere der Kommanderin auch für den Fähnrich schließlich nicht mehr erträglich ist ein Einkehr in der mittlerweile schon recht warmen Frühlingssonne genehmigt wird.

21.04.2012: Aufstieg zum Giewont (1.895m)

Der Wettergott ist uns heute leider nicht mehr hold. Es ist bewölkt und es sieht stark nach Regen aus. Trotzdem brechen die beiden Abenteurer auf, um den nahegelegenen Giewont zu erklimmen. Die Mountainbikes können wir ziemlich bald abstellen, der Schnee geht noch recht weit nach unten ins Tal, es sind auch noch etliche Skifahrer unterwegs. Irgendwie kommt man sich da mit einem Fahrrad auch reichlich bescheuert vor.
Es dauert nicht lange, und dann regnet es doch ziemlich stark und der Schnee lässt eigentlich nur Gestapfe statt anständiger Wanderei zu. Die Kommanderin wird darauf hin von einer akuten Wander-Unlust befallen und lässt den Fähnrich allein den Giewont erklimmen und kehrt zum heimischen WoMo zurück, kocht sich ein Süppchen und putzt die Fenster.

Aus dem Logbuch des Fähnrich:
Musste die Kommanderin zurücklassen, das Gejammere war unerträglich. Bin jetzt doppelt so schnell, hah! Überall polnische Wanderer in Turnschuhen und Plastikplanen, Flachlandtiroler halt. Ich überhole alle!!! Einfach super, der Schnee, das macht erst so richtig Spass!
Entdecke Bärenspuren, eindeutig. Haha, das wenn ich der Kommanderin erzähle, dann wird sie ganz schön neidisch werden. Schnell auf den Gipfel rauf, zack zack, ein paar Fotos gemacht und zack, zack wieder runter. Bekomme eine Rüge von einem polnischen Bergführer weil ich querfeldein ein Schneefeld abfahre. Der spinnt doch, der polnische Flachlandtiroler, der. Weiter gehts zack, zack zu meinem Radl und heim zur Kommanderin. Gute Suppe, aber sie hätte ruhig auch ein bisschen saubermachen können. Ende Logbuch
Krokusplage in der Hohen Tatra
Bärenspuren !!!! Gipfel des Giewont
22.04.2012: Sonntagsspaziergang zum See Morskie Oko

Ist doch gleich viel besser, die Sonne scheint! Wir machen einen Sonntagsspaziergang zum berühmtesten See der Gegend, dem Morskie Oko (Meeresauge). Zahlreiche Legenden ranken sich um den See... auch zahlreiche Touristen, wie wir bald feststellen werden.

Die Wanderung stellt sich als ziemliches Gelatsche heraus (einfach 10 km über einen asphaltierten Weg), der ach so schöne See ist noch zugefroren. Die Kommanderin überquert aber todesmutig die Eisfläche, und erklimmt einen steilen Schneehang, um auch den zweiten, etwas höhergelegenen Czarny Staw in Augenschein zu entdecken. Der ist natürlich auch zugefroren. Pah!!

Dann wieder 10 km zurück, genug gewandert. Daheim am Campingplatz lassen wir uns noch etwas in der Sonne brutzeln, das wars. Ist ja auch Sonntag!

Wagemutige Querung des Morskie Oko
23.04.2012: Versöhnung mit Zakopane und Weiterreise nach Krakau

Auf den zweiten Blick ist Zakopane doch ein recht nettes Städtchen. Vor allem die typische Zakopane-Architektur hat es uns angetan.

Berühmtestes Beispiel für den Zakopane-Architektur-Stil:
Die Jaszczurowka-Kapelle mit typischer Darstellung des leidenden Jesus
Aber nicht nur die Architektur ist berühmt, sondern auch der Käse, genauer gesagt der Oscypki-Käse, ein (zumeist) geräucherter Ziegenkäse. Äußerst lecker!
Chocholow

Kein Museumsdorf, aber es sieht fast so aus. An der Hauptstraße findet man noch zahlreiche Holzhäuser aus dem 16. Jahrhundert:

Weiterfahrt nach Stary Sacz, Panorama-Blick auf die Hohe Tatra.
Stary Sacz

Kleines, hübsches galizisches Städtchen. Klarissinnen-Kloster. Guter Kebap.

Ankunft in Krakau

Unser Camping-Platz "Krakowianka" wirkt auf den ersten Blick sehr spartanisch und etwas abgewrackt... auf den zweiten Blick leider auch.... dafür ist er aber recht teuer, dann passts ja wieder.

Suchbild: Wo ist das Wohnmobil?
Von unserer Krakauer Stadttour berichten wir dann hier: