Prag: 16.04. - 18.04.2012
17.04.2012: Vom Pulverturm über die Karlsbrücke zur Prager Burg
Nach dem gestrigen, total verregneten Tag freuen wir uns umso mehr über das sonnige Frühlingswetter. Unser Campingplatz "Dana Troja" (Danke für den Tipp, Natalie!!) stellt sich als Glücksfall heraus. Keine 3 Minuten geht man zur Trambahn, die einen in 10 Min. ins Zentrum bringt. Ausnahmsweise steuert die Kommanderin die Trambahn nicht selbst.
Um uns vom Touristenpöbel etwas abzuheben, peppen wir das klassische Prag-Besichti-gungsprogramm (vom Pulverturm über die Karlsbrücke zur Prager Burg) mit Abstechern aus meinem "Geheimtipp-Guide" auf. Die Menschenmassen sind schon enorm, aber kaum biegt man von der Hauptroute ab, wird's schon deutlicher erträglicher.
Einer dieser Abstecher führt ins in den "Schwarzen Ochsen" (U Cerného vola), einer traditionellen "Bier-halle" gleich hinter der touristisch hochfrequent-ierten Prager Burg. Wenn man's nicht wüsste, dann würde man hier kein Wirtshaus vermuten, da außen weder Beschilderung noch Speisekarte aushängen. Wir wagen uns aber trotzdem hinein und es stellt sich tatsächlich als recht urige Wirtschaft heraus in der ... oh Schreck... nur tschechisch gesprochen und geschrieben wird.
Der Kellner bellt uns zur Begrüßung gleich an. Wir verstehen irgendwas mit Bier und nicken eifrig, sogleich stehen 2 Bier vor uns. Der Fähnrich fragt todesmutig nach der Empfehlung des Hauses. Der Kellner motzt uns wieder an, wir verstehen irgendwas mit Wurst und Spiegelei. Der Fähnrich riskiert alles und sagt: "Wurst". Und siehe da, die Würstl stehen schon da. Sehr lecker und saugünstig, und das gleich hinter der Burg. Da sieht man doch gern über den etwas pampigen Service hinweg.
Kommanderin Kalli war zunächst auch etwas verwundert, dass das frühe Bier am Tag keinerlei Wirkung zeigte... das änderte sich jedoch schlagartig, als wir an der frischen Luft waren - das Kopfsteinpflaster stellte sich sodann als äusserst widerspenstig heraus und stellte sich der Kommanderin hartnäckig, hinterlistig und extrem penetrant in den Weg.
Und kaum war die Kommanderin wieder fähig, sich alleine in der großen fremden Stadt zu orientieren, wurde sie auch schon vom Fähnrich aufgrund von akuter Sightseeing-Unlust ver-lassen. Pah!! Das ficht eine Kommanderin natürlich nicht an und tapfer erkundete diese das John-Lennon-Denkmal und den Josefov-Stadtteil (ehem. jüdisches Viertel) gaaaaanz alleine!!
18.04.2012: Die Prager Burg (Hradschin) en Detail
Zur Vertiefung unserer Prag-Kenntnisse nehmen wir heute nochmal die Burg in Angriff. Um den gestrigen Menschenmassen zu entfliehen, sind wir bereits um halb neun morgens auf der Burg. Das Goldene Gässchen, welches gestern aufgrund der vielen Touristen gar nicht er-kennbar war, können wir so allein und ungestört betrachten. Lediglich eine verstörte Japanerin fragt uns, wann denn endlich die Geschäfte öffnen.

Kallis Geheimtipp: Das Goldene Gässchen kann mittlerweile nur noch mit Ticket besichtigt werden. Wer vor neun da ist, der kann aber scheinbar gratis rein.

Auch die St.-Georgs-Basilika dürfen wir noch ungestört erkunden, aber mit der Ruhe ist es im St.-Veits-Dom endgültig vorbei. Die ausgebuffte Kommanderin nutzt aber die Gunst der Stunde und hängt sich an ne englischsprachige Führung dran. Seeeeehr interessant und seeeeehr günstig, hihi!

Zum Abschluss düsen wir noch durch die Palastgebäude incl. Besichtigung der Fensters vom Prager Fenstersturz (bitte jetzt sofort die alten Geschichtsbücher rausholen und nachlesen!!!).

Natürlich haben wir uns noch vieeel mehr angesehen, aber um Euch nicht allzu sehr mit Details zu langweilen, hier nur noch ein paar Prager Impressionen...
Alt-Neu-Snagoge
John-Lennon-Denkmal
Karlsbrücke
Goldenes - Gässchen
Allgegenwärtig...
Regensb....ähh ...
St.-Veits-Dom
DAS Fenster!
Wallenstein-Garten: Blick zur Burg Wallenstein-Garten: Pfau
Und dann des Abends, heimgekehrt von einer anstrengenden, aber äußerst erquicklichen Stadt-besichtigung beklebte Fähnrich Frank in einer feierlichen Zeremonie unser WoMo mit dem ersten, HÖCHST VERDIENTEN Aufkleber.
Am nächsten Tag dann Weiterfahrt nach Brünn bis hin zur polnischen Grenze.